Willkommen zu Neurodermitishilfe Wien

Ernährung

Ernährung: Mit richtiger und gesunder Ernährung kann man bei Neurodermitis große Erfolge erzielen. Denn in unserem Darm sitzt der größte Teil unserer Immunzellen. Das bedeutet bei unverträglichen Nahrungsmitteln eine Auslösung von entzündlichen und immunologischen Reaktionen. Diese verschlechtern in der Folge das Hautbild und lösen den Juckreiz aus.

Der erste Schritt ist hierbei immer eine Testung auf Allergien und Unverträglichkeiten (Intoleranzen) bei diversen Nahrungsmittel oder Histamin.

 Testung auf Nahrungsmittel

Die Ergebnisse werden wir mit Ihnen ausführlich besprechen um so  Ihre Ernährung langsam umzustellen. Wir unterstützen Sie hierbei mit wichtigen Informationen, Tabellen und Tipps, die auch gut in das Alltagsleben zu integrieren sind . Das Ziel dabei ist, sämtliche Nahrungsmittel, die nicht vertragen werden, zunächst zu reduzieren oder sogar eine Zeit lang  ganz zu vermeiden. Denn nur so entlasten Sie langfristig Ihr Immunsystem und Ihre Entgiftungsorgane (zb. Haut, Darm, Lunge), und eine anhaltende Besserung Ihrer Beschwerden wird möglich. Neben einer ausführlichen Beratung über die für Sie optimal verträgliche Ernährung unterstützen wir Sie im Hautzentrum Wien auch mit Hilfe komplementärer Heilmethoden auf Ihrem Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden.

Mit den Ergebnissen kann man dann beginnen, die Ernährung umzustellen. Erfahrungsgemäß gibt es einige Nahrungsmittel, die in vielen Fällen Neurodermitis verschlechtern. Dazu zählen zum Beispiel Milch, Zitrusfrüchte oder Nüsse. Auch eine überschießende Ausbildung/Reaktion von Histamin ist für Neurodermitiker von großer Bedeutung. Dies kann im Rahmen von einem Allergietest gemessen werden. Wir werden Sie in der Folge über Histaminarme Kost informieren. Denn schon vielen Ekzempatienten ist sicherlich aufgefallen, dass das Hautbild/der Juckreiz nach Alkohol oder Käsegenuss oft schlimmer wird.

Die wichtigsten Allergien und Unverträglichkeiten:

Bei einer Nahrungsmittelallergie betrachtet der Körper einen oder mehrere, eigentlich harmlose Nahrungsmittelbestandteile als gefährlich. Es kommt zu einer Abwehrreaktion des Immunsystems – man reagiert auf bestimmte Stoffe in der Nahrung allergisch. Dabei wird im Körper ein spezieller Antikörper (Immunglobulin E) gebildet, der im Blut bestimmt werden kann.

Der Darm als unser größtes Immunorgan spielt hier eine wichtige Rolle.
Bei Kindern bereiten Kuhmilch, Hühnerei, Soja, Weizen und Erdnuss am häufigsten Probleme. Bei Erwachsenen sind es Haselnuss, Sellerie, Obst und Fisch. In zunehmender Zahl werden auch Allergien auf Hülsenfrüchte oder Soja beobachtet.

Während echte Allergien gegen Nahrungsmittel selten vorkommen, sind Unverträglichkeiten und sogenannte Kreuzallergien wesentlich häufiger.
Eine Kreuzallergie entsteht durch Reaktionen des Immunsystems auf Allergene mit ähnlicher Struktur, aber verschiedener Herkunft. So kann z.B. passieren, dass einem Birkenpollenallergiker nach dem Genuss von frischen Äpfeln die Lippen jucken oder nach dem Verzehr von Haselnüssen der Gaumen kratzt. Unser Immunsystem reagiert also auf bestimmte Nahrungsmittel, die eine ähnliche Struktur – wie zum Beispiel das Allergieauslösende Birkenallergen – haben. Hier ist es wichtig, genau über die Kreuzallergene informiert zu sein, um Symptome wie z.b Schwellungen der Mundschleimhaut oder Hautjucken zu vermeiden. (Siehe Tabelle Kreuzallergien)

Nicht immunologisch bedingte Unverträglichkeiten v.a. von Nahrungsmitteln nennt man Intoleranzen. Dazu kommt es u.a., wenn dem Körper ein bestimmtes Enzym zum Abbau einer exogen zugeführten (also gegessenen oder getrunkenen) Nahrungsmittelkomponente fehlt. Auch bei einer fehlerhaften Besiedelung des Dünndarmes mit Darmbakterien können ähnliche Beschwerden wie bei Intoleranzen auftreten. Dies ist z.B. mit einem Glucose Atemtest messbar.

Zu den häufigsten Intoleranzen gehören:

  • Laktoseintoleranz

Bei Laktoseintoleranz oder Milchzuckerunverträglichkeit wird der mit der Nahrung aufgenommene Milchzucker als Folge fehlender oder verminderter Produktion des Verdauungsenzyms Lactase nicht oder unvollständig verdaut. Aber auch enzüdliche Veränderungen im Darm können die Bildung von Lactase reduzieren. Daraus resultiert eine Unverträglichkeit für Milch und Milcherzeugnisse. Verschiedenste Beschwerden (z.b Übelkeit, Blähungen, Müdigkeit nach der Nahrungsaufnahme u.v.m.) sind die Folge.

Die Laktoseintoleranz kann mittels eines Wasserstoff Atemtests bestimmt werden. Im Hautzentrum Wien haben wir uns auf die Testung, Ernährungsberatung und begleitende Maßnahmen zur Darmsanierung spezialisiert. (Siehe Tabelle)

  • Fructosemalabsorption und Sorbitunverträglichkeit

machen ähnliche Beschwerden wie die Laktose oder Weizenunverträglichkeit. Die Ursache ist jedoch hierbei ein genetischer Defekt oder wiederum eine Störung im Darmbereich. Auch hier ist nach einer Testung und Beratung eine entsprechende Diät unverzichtbar. (Siehe Tabelle)

  • Weizenunverträglichkeit – Glutenunverträglichkeit

Bei einer Weizen/ Glutenunverträglichkeit reagiert der Körper empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe des Getreides. Diese führen zu einer vermehrten Ausschüttung von Entzündungsmediatoren, welche die typischen Beschwerden wie z.b. Bauchkrämpfe, Blähungen, Unwohlsein nach Weizenauffnahme, Kopfschmerzen u.v.m auslösen können. (Siehe Tabelle)

Nach einer Testung besprechen wir mit Ihnen Diätmaßnahmen zur Vermeidung der Auslöser.

Betroffen sind  ca. 2-4 Prozent der Bevölkerung – 80% davon sind Frauen. Da die Histaminintoleranz zahlreiche verschiedene Symptome wie Husten, rinnende Nase, Verdauungsbeschwerden, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Hautausschläge bis hin zu schockartigen Zuständen verursachen kann, wird sie oft nicht oder erst spät erkannt.

Reizdarm oder Asthma lautet dann oft die falsche Diagnose. Dahinter steckt ein gestörter Abbau von Histamin im Darm durch einen Mangel des Enzyms Diaminooxydase (DAO). Dieses Enzym kann zwar mittels Blut/Stuhltest gemessen werden (Kosten ca. 70 Euro), es ergibt aber leider keinen sehr verlässlichen Messwert. Daher ist es wichtig, die Auslöser zu kennen und diese so weit wie möglich zu vermeiden. (Siehe Tabelle Histamin)
Die Therapie der Histamin-Intoleranz steht auf mehreren Säulen:

  1. Vermeidung von Nahrungsmitteln und Substanzen, die viel Histamin beinhalten oder Histamin freisetzen können
  2. Darmsanierung
  3. Medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika: Antihistaminika verhindern, dass Histamin seine volle Wirkung entfalten kann. Die Medikamente lassen das Histamin nicht an seinen Rezeptoren andocken.
  4. Enzymersatztherapie: Das Enzym Diaminoxidase, das hauptsächlich im Darm produziert wird und Histamin abbaut, kann man auch als Nahrungsergänzungsmittel bzw. diätetisches Lebensmittel in Kapselform zu sich nehmen. Dies empfiehlt sich etwa vor dem Verzehr von besonders histaminhaltigen Speisen, auf die man nicht verzichten möchte.